Präsenzschulung

Direktschulungen

effektiv und bewährt

Umfangreiches und aktuelles Fachwissen ist nur die absolute Grundlage für die Einleitung von Verbesserungsprozessen. Viel wichtigerer ist, diese Kenntnisse auch derart zu vermitteln, dass es nachzuvollziehen und umzusetzen ist.

Die fachliche Expertise macht daher nur einen Bruchteil der Fähigkeiten unserer Hygieneberater aus und wird durch den richtigen Blickwinkel auf Problemstellungen und viel Phantasie in der Lösungsfindung ergänzt. Wir setzen in der Wissensvermittlung vor allem auf eine überzeugende und plausible Darstellung hygienischer Zusammenhänge. Dabei haben wir den Anspruch, jeden Mitarbeiter individuell dort abzuholen, wo er gedanklich steht.

Was wir anders machen

Was wir anders machen

Aufgrund der jeweiligen Projektbedingungen und Auftragsziele sind die Themeninhalte meist vorgegeben oder zumindest sehr naheliegend.

Allerdings nutzen wir innerhalb der Umsetzung den kompletten Spielraum der Gestaltung aus. Beispielhaft sei die Thematisierung von gesetzlichen Rahmenbedingungen in medizinischen Einrichtungen genannt.

Hier zeigen wir nicht nur die Anforderungen und deren Verbindlichkeit, sondern demonstrieren Mittel und Wege zu deren Einhaltung und legen einen Fokus darauf, wie der Sinn hinter den Vorgaben erfüllt werden kann.

Viel mehr als Powerpoint

Viel mehr als PowerPoint®

Im Rahmen unserer Wissensvermittlung nutzen wir verschiedene Bausteine aus frontaler und interaktiver Themenbearbeitung.

Je nach Themengebiet nutzen wir mehr oder weniger Vorträge, Einzel- und Gruppenarbeiten oder spielerische Übungen. Das Ziel eines nachhaltigen Wissenstransfers steht bei der Methodenauswahl an erster Stelle.

Gerade wenn es die Einübung oder Ausarbeitung neuer Inhalte betrifft, vermitteln wir meist ohne klassische Präsentationen und begeben uns stattdessen auf direkte Augenhöhe. Das überkritische Hinterfragen unserer Empfehlungen ist dabei explizit erwünscht.

Weitere wichtige Prinzipien unserer Seminare haben wir übrigens unter Überblick zusammengefasst.

Eine Auswahl häufiger Schulungsthemen:

Hygieneentwicklungen und -herausforderungen

Der juristische Hintergrund, dass Hygienemängel als „voll beherrschbare Risiken“ gelten und die wesentlichen Vorgaben des Robert Koch-Institutes per geltender Rechtslage als aktueller Stand der medizinischen Wissenschaft anzusehen sind, verpflichtet alle Einrichtungen des Gesundheitswesens, schnellstmöglich auch neue evidenzbasierte Hygieneempfehlungen in die Tat umzusetzen.

Die hohe Frequenz aktueller Veröffentlichungen z.B. zur Aufbereitung von Medizinprodukten, zum Umgang mit multiresistenten gramnegativen Erregern (MRGN) oder zum Antibiotika-Management erschwert Krankenhäusern und anderen betroffenen Einrichtungen eine zeitnahe Umsetzung. Insbesondere unter Berücksichtigung des alltäglichen Arbeitsaufkommens fehlen vielen Hygieneverantwortlichen die zeitlichen Kapazitäten, um die teils mehrere Dutzend Seiten umfassenden Empfehlungen in der Praxis mit Leben zu füllen.

Selbstverständlich unterstützen wir Sie bei der Weiterbildung Ihrer Mitarbeiter und bei der Etablierung von fachbezogenen Verfahrensanweisungen. Momentan bieten sich dazu z.B. folgende aktuelle Themen an, welche wir mit praxiserprobten Konzepten untermauern:

  • Screening, Hygienemaßnahmen und Management von Patienten, welche mit multiresistenten Erregern wie MRSA oder MRGN besiedelt oder infiziert sind.
  • Veränderte Arbeits- und Hygieneanforderungen durch die novellierte RKI-Veröffentlichung zur hygienischen Aufbereitung von Medizinprodukten und deren Folgen für die tägliche Praxis.
  • Überwachung der Infektionsraten durch infektionsepidemiologische Surveillance von nosokomialen Infektionen und von Krankheitserregern mit speziellen Antibiotikaresistenzen und Multiresistenzen, um gegebenenfalls rechtzeitig auf kritische Häufungen reagieren zu können.

Management von multiresistenten Erregern (MRE)

Zum richtigen Umgang mit Patienten, die mit MRSA oder anderen multiresistenten Erregern (MRE) besiedelt oder infiziert sind, herrschen im deutschen Gesundheitswesen unterschiedliche Ansichten.

Ursächlich ist sicherlich auch, dass z.B. die RKI-Veröffentlichungen zum Umgang mit MRSA und MRGN in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen zwar relativ aktuell sind, in ihrer Umsetzung allerdings einen gewissen Interpretationsspielraum gestatten. Erschwerend kommt hinzu, dass in den letzten Jahren neben MRSA weitere Erregergruppen in hohem Maße Antibiotikaresistenzen erworben haben (insbesondere gramnegative Stäbchenbakterien und multiresistente Enterokokken) und im Gesundheitswesen erhöhte Aufmerksamkeit verlangen. Wenig förderlich beim Umgang mit MRE ist, dass die häufig von der Presse als „Problemkeime“ deklarierten bzw. wahrgenommenen Krankheitserreger im deutschen Gesundheitswesen auch durch die Medien eine besondere Bedeutung und Behandlung erfahren.

Die aufgezählten, teils sehr unübersichtlichen Rahmenbedingungen erschweren Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen einen zeitgemäßen Umgang mit MRE-Patienten. Für einen hygienisch und rechtlich sicheren Umgang unterstützen wir Sie bei der Entwicklung einer praxistauglichen Konzeption und mit Seminaren zur Weiterbildung Ihrer Mitarbeiter zu folgenden Kernpunkten:

  • Evidenzorientiertes Screening von MRE-Risikopatienten
  • Management von MRE-Patienten und -Personal in Krankenhaus, Pflegeheim und ambulantem Bereich
  • Sanierung von MRSA-positiven Patienten
  • Interventionsmaßnahmen bei Häufungen multiresistenter Krankheitserreger.

Hygiene in Operationsabteilungen

Postoperative Wundinfektionen zählen zu den häufigsten Arten nosokomialer Infektionen in deutschen Krankenhäusern. Die Unterbrechung der physiologischen Schutzbarriere der Patienten macht diese anfällig für Krankheitserreger aller Art und bedingt daher die Einhaltung eines höchstmöglichen Maßes infektionspräventiver Maßnahmen.

Das Spektrum an sinnvoller Hygiene in Eingriffs- und Operationsräumen geht weit über die chirurgische Händedesinfektion der Operateure hinaus. Neben der Hygienecompliance insbesondere des chirurgischen Personals kommt auch dem Umgang mit Sterilgut, dem hygienischen Verhalten bei MRE-Patienten aber auch den Desinfektionsarbeiten zwischen den einzelnen Operationen eine hohe Bedeutung zu.

Neben einer gezielten Prozessanalyse etwaiger Defizite in einer Operationsabteilung bieten wir deshalb auch gezielte Fachvorträge zu den hygienischen Kernelementen einer wirksamen perioperativen Infektionsprävention an.

Ausbruchmanagement

Noroviren, Grippeviren, Scabies, … – Die Einschleppung dieser Krankheitserreger in Einrichtungen des Gesundheitswesens lässt sich nicht vermeiden. Früher oder später kann es jedes Haus treffen – unabhängig von den etablierten Hygieneroutinen.

Die enge Verzahnung der täglichen innerbetrieblichen Abläufe mit Besuchern, Dienstleistern, etc. bedingt zwangsläufig ein gewisses Risiko zur Einschleppung von Infektionserregern und Parasiten. Die Dynamik von nosokomialen Infektionsgeschehen ist sowohl in Kliniken wie auch in der stationären Altenpflege ein zunehmendes Problem. Ein entscheidender Faktor bei der Eindämmung der Erregerausbreitung innerhalb einer Einrichtung ist die konsequente Umsetzung von den über die Standardhygiene hinaus gehenden hygienischen Maßnahmen, und zwar spätestens dann, wenn erste Anzeichen eines gehäuften Auftretens gleicher Symptomatik festzustellen ist.

Letztlich steigen durch Ausbrüche von Infektionserregern nicht nur Betreuungs- und Pflegeaufwand und damit auch die Betriebskosten, gegebenenfalls kann die gesamte Reputation einer Einrichtung in Mitleidenschaft geraten, wenn die eingeleiteten Maßnahmen nicht rasch von Erfolg gekrönt sind. Erfahrungsgemäß fällt es den betroffenen Häusern leichter, ein hygienisch effizientes Häufungs- und Ausbruchmanagement durchzuführen, wenn die notwendigen Hygienemaßnahmen bereits vorsorglich in interaktiven Schulungen mit dem Personal trainiert wurden - gerne unterstützen wir Sie auch bei diesen Vorbereitungsmaßnahmen.

Wenn nichts mehr hilft…
Lassen sich Erregerübertragungen, Häufungen oder ein Ausbruch nicht mehr mit eigener Fachkenntnis eindämmen, stehen wir selbstverständlich auch kurzfristig mit Hilfestellungen zur Verfügung.